Verkabelung

Verkabelung: Adern des Windparks

Bild: Seekabel

Quelle: Parker Scanrope AS

Die Kabel sind die Adern des Windparks DanTysk. Denn sie sorgen dafür, dass der auf See produzierte Strom von den Windrädern zur Umspannstation gelangt. Im Fachjargon heißt das: Innerparkverkablung. Vom Offshore-Umspannwerk wird die Energie über ein Hochspannungskabel zur Konverterstation von TenneT, dem Netzbetreiber, übertragen.

Darüber hinaus leitet von der Konverterstation das circa 205 Kilometer lange See- und Landkabel den Strom nach Büttel bei Brunsbüttel und wird im dortigen Umspannwerk in das deutsche Höchstspannungsnetz eingespeist.

Robuste Kabel mit „inneren Werten“

Bild: Kabel Detail

Quelle: Parker Scanrope AS

Seekabel müssen äußerst robust verarbeitet sein, damit aufwändige Instandsetzungsarbeiten von vornherein möglichst ausgeschlossen werden können. Eine Stahldrahtummantelung mit außenliegender Kunststoffschicht schützt die 10 bis 14 Zentimeter dicken Kabel vor mechanischen Einwirkungen. Die im Windpark DanTysk eingesetzten Kupferkabel kommen in drei verschiedenen Querschnitte zum Einsatz und werden mit einem Lichtwellenleitern und der Isolierung zu einem Seekabel gebündelt. Die Lichtwellenleiter ermöglichen im Betrieb den Datenaustausch zwischen Turbinen und Umspannwerk sowie die Fernsteuerung und Überwachung der Turbinen vom Kontrollzentrum im dänischen Esbjerg.

 

Spezialschiff verlegt Innerparkverkabelung

Die Innerparkverkabelung verbindet die 80 Turbinen mit dem Offshore-Umspannwerk. Die Verlegung von 88 Kabeln mit einer Gesamtlänge von etwa 111 Kilometer wird durch ein Spezialschiff von Visser & Smit Marine Contracting, der Olympic Taurus, durchgeführt. Das Schiff repräsentiert die neue Generation von umweltfreundlichen Mehrzweckwasserfahrzeug, bei deren Entwicklung viel Aufmerksamkeit auf niedrigem Kraftstoffverbrauch und Emissionen gelegt wurde. Sie ist ausgestattet mit einem Karussell für Kabellegungseinsätze.

Olympic Taurus im Baufeld mit geladenem Kabel

Einzugprozedur mit Kabelschutzsystem (KSS)

Das Kabelschutzsystem von Tekmar wird vor Einzug auf das Kabel montiert um es während des Einzugs vor Schäden zu schützen. Das Einzugskabel wird mit dem Einzugskopf verbunden, der mit einem sogenannten „Schwachen Verlinkungssystem“ ausgestattet ist, um Schäden durch zu viel Spannung zu vermeiden. Diese Verbindung zwischen Kabel und Einzugskopf löst sich ab einer vordefinierten Last von mehreren Tonnen oder nachdem bestätigt wurde, dass sich das KSS im Eintrittsloch des Windturbinenfundaments eingeklinkt hat. Dieser Vorgang ermöglicht dem Kabel durch das KSS zu laufen und weitergezogen zu werden, damit es an den Windturbinengenerator angeschlossen werden kann.

Kabel Sicherungssystem, Quelle: Tekmar

Kabelvergrabung mit Canyon’s Grabenfräse T750

Die verlegten Kabel werden 1,5 Meter tief im Meeresboden vergraben um das Risiko der Kabelbeschädigung und den Einfluss auf die Umwelt zu minimieren. Ein grabenfräsender Unterwasserroboter, der Maersk Lifter, übernimmt diesen Job, sodass keine Taucher benötigt werden.

Grabenfräse, Quelle: Canyon